Staat Teil 2

  1. Was ist Geld heute?
  2. Was ist Freiheit?

Diese 2 Aspekte sind wichtig und relevant, wenn man sich über das Konzept „Staat“ unterhält. Da wir nun ungefähr wissen, wie ein Staat entstand, was seine Urfunktion war, können wir ab der Stelle, wo das Volk eine Herrschaft zum Regieren autorisiert hat, diese Aspekte nutzen und uns erklären, wie sie ihre Macht nutzt, um ihre Macht zu erhalten.

1. Was ist Geld heute und wie funktioniert es?

Im Grunde genommen ist das eine sehr einfach zu beantwortende Frage, jedoch stellt sie niemand aufgrund der Indoktrination seit der Kindheit, die beinhaltet, dass Geld das Einzige Mittel zum Leben und Überleben ist. Dieser Tatsache liegt wohl dem zugrunde, dass wir es uns angewöhnt haben, Geld als natürlich und unwiderruflich zu betrachten. Wobei bei nahezu allen, die im Leben „gescheitert“ sind, immer der Faktor Geld eine wichtige Rolle spielte und meistens fangen diese Personen erst dann an, sich die Frage zu stellen“ Wenn Geld eine von uns Menschen geschaffene Quelle ist, wieso nutzt uns diese Quelle nicht, sondern schadet uns?“ Schulden, die aufgrund von Krediten entstehen, sind Druck –  und Zwangmittel, die uns ein sorgenvolles Leben bescheren. Wieso haben wir also kein Geldsystem, dass uns Menschen nutzt, sondern uns nur benutzt. Die Frage ist leicht zu beantworten, wenn sich mit dieser Thematik beschäftigt wird. Die folgende Darstellung ist stark vereinfacht.
Stellen wir uns vor, wir besitzen einen Staat mit 11 Mitgliedern. Jedes Mitglied trägt seinen Teil zur kollektiven Bedürfnisbefriedigung bei, indem es Güter herstellt. Diese Güter müssen nun den anderen Mitgliedern mitgeteilt werden, ein Markt entsteht. Nun haben wir das Problem, dass man nicht einschätzen kann, wie viele Schuhe ein Hase wert ist oder wie viele Hasen für einen Schuh zum Tausch benötigt werden. Dann kommt ein Mitglied auf die Idee uns sagt: „ Hey Leute, wir haben doch eine Goldmine, nur wussten wir vorher damit nichts weiter anzufangen, außer uns damit zu schmücken. Ich trage meinen Teil für einen reibungslosen Ablauf des Staatswesen bei, indem ich aus dem Gold Münzen präge und wir jedem Gut einen bestimmten Münzwert geben.“ Die anderen Mitglieder überlegten und stimmen zu, in der Hoffnung, dass der schwierige Tauschhandel endlich ein Ende habe.
Die eine Person, nennen wir sie den Geldmann, lässt also Münzen herstellen, 1100 an der Zahl, sodass für jedes Mitglied 100 Goldmünzen zur Verfügung stehen. Die Münzen sind fertig und Person A möchte 100 Goldtaler abholen. Der Geldmann gibt ihm diese 100 Goldtaler, verlangt dafür aber eine Leihgebühr von 10 Goldtalern, die er bei der Rückzahlung dieser 100 Taler aufbringen muss. Der Geldmann bekommt also 110 Taler für seine Leistung zurück. Person A überlegt nicht lange, da ihn die Aussicht auf einen vereinfachten und schnellen Tauschhandel beim Denken stört und nimmt das Angebot an. Person B ergeht es genauso, wie auch allen anderen Mitgliedern des Staates. Es sind nun also 1100 Goldtaler im Umlauf. Person A kann nach kurzer Zeit, weil er gut gewirtschaftet hat, 100 und 10 Goldtaler zurück zahlen und besitzt trotzdem noch genug Restgeld um zu wirtschaften. Hier ist der Knackpunkt. Diese 10 Goldtaler existieren nicht, denn sie wurden gar nicht hergestellt. Gehen wir kurz zurück. Der Geldmacher produziert 1100 Goldtaler  und gibt jedem Mitglied 100 Goldtaler. Er verlangt jedoch 10 Goldtaler als Leihgebühr, die sogenannten Zinsen – leistungsloser Gewinn des Geldmannes. Diese existieren jedoch nicht. Der Geldmann hat sie frei erfunden. Jetzt kommt das System ins Rollen. Person A musste also von Person B 10 Goldtaler abziehen, um die Zinsen zurückzahlen zu können, d.h. Person B besitzt demnach nur noch 90 Goldtaler und ist somit gar nicht in der Lage, die Zinsen zurück zu zahlen, also muss Person B gut wirtschaften und von jemand anderem über den Handel Geld abziehen, um seinen Kredit mit Zinsen zurückzahlen zu können. Person C ist demnach gar nicht mehr in der Lage, das Geld plus die Zinsen zurückzuzahlen, weil sie nicht mehr im Umlauf sind und muss nochmals einen Kredit beim Geldmann aufnehmen inklusive Zinsen. Zusammengefasst heißt das, dass Zinsen nicht existieren und demnach gar nicht zurückgezahlt werden können, es sei denn, man nimmt einer anderen Person über das Marktgeschehen die fehlenden Zinsen weg, sodass diese nicht mehr in der Lage ist, aus den Schulden herauszukommen und somit vom Geldmann kontrolliert werden kann.
Der Grund, warum die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinandergeht, ist, dass das Vermögen der Reichen mit einem Vermögenszins ausgestattet ist, der als leistungsloser Gewinn auf das Konto übertragen wird. Dieser leistungslose Gewinn muss dann jedoch von jemand anderes abgezogen werden, wodurch dieser verarmt. Deswegen werden die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer(Popp).
So funktioniert das Geldsystem, wie es in jeder heutigen Staatsform existiert. Prüft man nun, in welchen privaten (lat. Privare – Berauben) Händen sich die Gelddruck – und Steuerungsrechte befinden, können wir nur annehmen, welche Macht diese Personengruppe besitzt, denn alle Länder dieser Erde sind verschuldet und somit Gläubiger einer privaten Gruppe von Männern und Frauen.

2. Was ist Freiheit?

Ein unheimlich schwer zu fassender, aber für die Werbeindustrie unheimlich nützliches und mächtiges Wort – Freiheit. Es ist wichtig, diesen Begriff mithilfe des aktuellen Systems, des Kapitalismus, einfach zu erläutern. Der Kapitalismus verwendet Freiheit in dem Sinne, dass der Konsument zwischen 2 oder 3 Produkten wählen kann. Die Freiheit des Konsumenten. Diese Produkte hat er selbst aber nicht bestimmt und somit ist dies nur eine Scheinfreiheit (Agnoli). BRD, hier ist es jetzt egal, ob man den Geltungsbereich dieser BRD als rechtskräftig anerkennt, ob dieser rechtskräftig ist, oder nicht, spielt in diesem Zusammenhang zunächst keine Rolle. Wir betrachten die BRD unter dem Aspekt der Freiheit und stoßen prompt auf die heilige sogenannte Demokratie. Ebenfalls ein Herrschaftssystem, welches neben dem Kapitalismus existiert. Wir haben also nun zwei Herrschaftssysteme, die den Beherrschten die Illusion vermitteln, frei zu sein. Die sogenannte Demokratie enthält die Funktion der Freien Wahlen und gibt somit den Beherrschten eine Art Souveränität.
Ist das Volk also souverän und kann frei wählen? Schauen wir genauer hin. Auch hier fällt das Volk, wie beim Kapitalismus in eine Art Konsumentenhaltung, denn es kann nicht frei Wählen, sondern nur ein bestimmtes Parteienangebot konsumieren. Eine Entscheidungsbefugnis beim Volk existiert nicht und nach den Wahlen hat das Volk überhaupt nichts zu sagen und kann nur hoffen, dass die gewählten Politikdarsteller ihre Programme, aufgrund derer sie gewählt wurden, umsetzen. Dies ist jedoch wegen des freien Mandats häufig fragwürdig. Nehmen wir nun noch die Tatsache mit hinein, dass die BRD, wie auch alle anderen Staaten dieser Welt Schuldner sind, bei einer Privatbank, dann können wir hier nicht einmal ansatzweise von Freiheit sprechen. Denn Abhängigkeit negiert Freiheit. Man kann also festhalten, dass eine Entscheidungsbefugnis beim Volk nicht besteht, denn wie soll sie auch existieren, schließlich geben wir unsere Stimme alle 4 Jahre an einem Tag, an dem wir vermeintlich souverän sind, AB. Nach den Wahlen besitzen wir also keine Stimme mehr und werden nur noch von den Steuern gesteuert, deswegen heißt es schließlich auch Steuern.
An dieser Stelle wollen wir einmal Kant zitieren, der da sagte:
„ Eine Verfassung ist eine lügenhafte Publizität.“
Wenn wir von Freiheit sprechen, muss diese Freiheit auch festgehalten werden. Im Art. 20 GG steht geschrieben, „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus:“ Das Volk ist also frei und souverän in seinem Handeln und bestimmt das Staatsgeschehen. Nun hier ist einerseits ein Denkfehler und eine „lügenhafte Publizität“ enthalten. Die Staatsgewalt wird durch besondere Organe ausgeübt, die jedoch wiederum laut Platon vom Volk legitimiert werden müssen. Es kommt bei der Staatsgewalt aber nicht darauf an, wo sie herkommt, sondern wer sie ausübt (Agnoli). Demnach ist Art. 20 GG eine falsche Formulierung, die eine Scheinsouveränität darstellt. Richtig müsste es heißen, wenn man denn will, das das Volk souverän ist, „ Alle Staatsgewalt geht dem Volke aus.“
Kann ein Staat nun für die Befreiung des Einzelnen sorgen. Nach den bisherigen Erläuterungen, kommt man zu dem Schluss, dass dies nicht möglich ist. Der Staat, wie wir ihn heute kennen, ist ein Zwangsverband und kein Verband, der für Befreiung sorgt. Ein Staat sorgt mit seinen entsprechenden Organen für Ruhe, Ordnung, Wohlstand und einer guten Position der Gesellschaft, aber nicht für die Befreiung des Einzelnen. Die Wohlstandsgesellschaft ist also nicht frei, sie glaubt sich frei und setzt Freiheit gleich mit Konsumfreiheit, die der Materialismus ermöglicht. Bis zu diesem Punkt wurde die Freiheit in unseren Staaten nur widerlegt und somit die eigentliche Frage nicht beantwortet. Nun wollen wir die Lebenshaltung der Germanen hier in die Publizität mit aufnehmen.
Die alten  Germanen hatten eine nahezu perfekte Vorstellung von Freiheit und deren Autarkie. Ein Germane war erst frei, wenn er sich alleine versorgen konnte, ohne von Anderen bei der Produktion von Existenzgütern abhängig zu sein. Eine autarke Landwirtschaft, die  ihn  und seine Familie ernähren konnte, galt als das höchste Ziel eines jeden Germanen. Die anderen Personen unterstellten sich im Interesse der eigenen Versorgung freiwillig dem Oberhaupt und genossen seinen Schutz als Gegenleistung für ihre Arbeit innerhalb dieses autarken Systems (Popp).
Ist die Autarkie eines Menschen die wirkliche, wahre Freiheit?  Nun Freiheit ist wie schon angedeutet ein schwer fassbarer vielleicht auch ein nicht zu erklärender Begriff, denn der Mensch befindet sich permanent in Abhängigkeit zu seiner Umwelt und ist somit nicht frei im Sinne von Eigenständigkeit, aber zumindest frei im Sinne des Materialismus, sofern er sich selbst versorgen kann, unterliegt er nicht mehr dem Konsumzwang und hat sich ein Stück persönlicher Freiheit in einem System erobert.

Der Kapitalismus, wie auch die westliche Demokratie bescheren dem Menschen eine Freiheit des Konsums und gleichzeitig ein Zwang dieser Konsumgüter, die wir nicht bestimmt haben. Dieser Zwang ist ein Mittel des Staates, seine Beherrschten zu steuern und seinen Willen aufzuzwingen und dies aber dem Volk als eine Freiheit zu verkaufen. An dieser Stelle müssen wir die Frage stellen, wer nun gerecht und ungerecht handelt. Handelt derjenige ungerecht, der die Scheingerechtigkeit der Herrschenden verletzt, oder handeln die vom Volk legitimierten Herrschenden mit ihrer Scheingerechtigkeit ungerecht. Ist Gerechtigkeit überhaupt möglich, oder scheitert dieses Konstrukt am Menschenbild? Ist die Negation eines Systems, dass dabei ist, die Welt zu zerstören der einzige Weg in die Freiheit? Je mehr man sich mit diesen Dingen auseinandersetzt, desto mehr Fragen tauchen auf und man könnte alles „zerphilosophieren“. Deswegen sollte man sich auf die Grundlegenden Dinge einer souveränen Gesellschaft besinnen, diese wohl auch sein sollten,

1. Recht auf Leben

2. Recht auf Wohlstand und Versorgung

3. Recht auf einen freien Geist

4. Recht auf Entscheidung

5. Recht auf Gesundheit

6. Recht auf Autarkie

7. Recht auf wahres Wissen

 

„Es ist kein Anzeichen von seelischer Gesundheit sich an eine zutiefst gestörte Gesellschaft anpassen zu können.“

Jiddu Krishnamurti

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