Völkerwanderung damals und heute

In diesem Bericht möchte ich die Völkerwanderung der Germanen mit der heutigen Völkerwanderung (besser bekannt als Asylkrise) gegenüberstellen und die Ursachen sowie die Folgen erläutern. Ich möchte Sie herzlich begrüßen, sich einige Minuten Zeit zu nehmen und diese Gegenüberstellung zu lesen und sich eine Meinung darüber zu bilden.

Als erstes einmal muss geklärt werden, was eine Völkerwanderung ist. Es gibt strenggenommen zwei Definitionen des Begriffes „Völkerwanderung“. Zum einen die geschichtliche Definition, die von der Wanderung germanischer Völkerschaften und Stammesverbände nach Süd- und Westeuropa zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert stattgefunden hat. Als zweites die allgemeine Definition, wonach eine große Gruppe Menschen ihre Heimat verlassen, um sich woanders nieder zu lassen. In jedem Fall muss es einen Auslöser geben, der eine Völkerwanderung notwendig ermöglicht.

In dem Falle der germanischen Völker ereignete sich, etwa um das Jahr 375 n. Chr., eine Invasion der Hunnen, die auch als „Hunnensturm“ bezeichnet wird. Die Hunnen vertrieben, die sich in Mitteleuropa angesiedelten, Germanen, was die größte und bedeutendste Völkerwanderung der Menschheitsgeschichte auslöste. Ein Beispiel für die Bedeutsamkeit dieser Umsiedlung ist England.

Die germanischen Stämme Angeln und Sachsen, sowie Jüten und Friesen, die wiederum nur eine Minderheit bildeten, zogen nach England und eroberten das Land der römischen-Kelten. Die Germanen erlangten allmählich die Herrschaft über England und assimilierten die Urbevölkerung samt den dort lebenden Römern. Nach einiger Zeit vermischten sich die Kulturen und es entstand das westgermanische Volk der Angelsachsen, das bis ins Jahr 1066 über England herrschte. Nach dem Jahr 1066 wurde England von den romanisierten Normannen erobert. Diese bildeten durch eine erneute Kulturvermischung die Urform der heutigen englischen Kultur. Die Normannen wiederum entstanden aus einer Kulturvermischung der französisch-lateinischen und normannisch-germanischen Kultur.

Hier noch ein Beispiel: Die ostgermanischen Goten kamen ursprünglich aus den Gebieten Pommern und Polen und wanderten im Zuge der Geschichte weiter gen Osten. Daraufhin teilten sie sich dann in zwei Gruppen auf – Ost- und Westgoten. Die Ostgoten besiedelten das Gebiet über der Halbinsel Krim, die Westgoten Pannonien, das heutige Ungarn. Im Zuge des „Hunnensturms“ sind letztere weitergezogen und haben letzten Endes Hispanien, Spanien und Portugal, und Aquitanien, Süd-Frankreich, besiedelt. Sie vernichteten und assimilierten die dort heimischen Iberer und vermischten sich, mit der Zeit, zu Katalanen, Kastilien und Basken. Im späteren Verlauf kam auch das Volk der Sueben, zentralgermanisch angesiedelt, nach Hispanien und wurden zu den heutigen Portugiesen.

Das waren jetzt zwei relativ kurzgefasste Beispiele und es gibt noch viele mehr die unsere Weltgeschichte geprägt haben, aber ich will mich hier kurzfassen. Wird der Prozess genauer betrachtet, lässt sich erkennen, dass es einen genauen Ablauf gibt.

– Phase 1.: Es gibt einen Grund zur Flucht – im Falle der Germanen der Hunnensturm

– Phase 2.: Sie siedelten, in ein entferntes und sicheres Land, um

– Phase 3.: Die Einwohner wurden vertrieben und ihre Zahl dezimiert

– Phase 4.: Die eigene Kultur wurde angepasst, um die Anpassung der Bevölkerung zu erleichtern

– Phase 5.: Das Land wurde vollständig übernommen

Wenn wir uns diese 5. Phasen ansehen können wir Parallelen zur heutigen Zeit erkennen und um die besser zu veranschaulichen soll das Beispiel Deutschland betrachtet werden.

– Phase 1.: wird durch den Krieg in Syrien und der schlechten Wirtschaft in Afrika erfüllt

– Phase 2: wird durch die Flüchtlingswelle erfüllt

– Phase 3: wird indirekt ausgeführt, das durch Überfremdung und sinkender Geburtenrate der Einwohner in Deutschland ersichtlich wird

– Phase 4: ist in diesem Fall umgekehrt. Die Bevölkerung in Deutschland passt sich immer mehr den Zuwanderern an

– Phase 5.: ist noch nicht eingetreten

Wenn man sich diesen Vergleich mal anschaut, fällt einem natürlich direkt auf, dass es in Deutschland, im Gegensatz zu dem damaligen England oder Spanien, keine Gegenwehr gibt und die Kultur der Invasoren mit Freuden angenommen wird. Diese Ansicht ist völlig unverständlich, da jedes Lebewesen einen Selbsterhaltungstrieb hat und vor Bedrohungen flieht oder sich ihnen stellt und selbst wenn der Selbsterhaltungstrieb nicht mehr vorhanden ist so, muss bedacht werden, dass die Heimat ein Erbe der Ahnen ist. Wir sollten nicht leben um unser Leben zu verbessern, wir sollten Leben um das Leben unserer Kinder und Enkel zu verbessern, so wie es unsere Eltern und die deutschen Trümmerfrauen, nach dem Krieg für uns getan haben. Wenn die Menschen, die in Deutschland leben, ihre Heimat verteidigen wollen, dann müssen sie die Invasoren vertreiben, bevor die letzte Deutsche Frau ein afrikanisches- oder arabisches Kind bekommt und bevor der letzte Deutsche den Willen zum Kämpfen verliert und bevor der letzte Deutsche fällt.

Zusammenfassend lässt sich erkennen, dass sich die Geschichte wiederholt, sodass die Folgen unserer Taten absehbar sind und das Handeln notwendig wird.

Den einen feiert man, der andere wird verurteilt

Anscheinend scheint es in dieser Welt mal wieder eine Sonderreglung, in Sachen Kriegsverbrechen, für israelische Bürger zu geben. Während man fast 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg ehemalige KZ-Aufseher verurteilt, leiben israelische Söldner, die nach dem Zweiten Weltkrieg angebliche Nazis töteten, auf freien Fuß.

Seit dem 6.Mai 2013 ermitteln deutsche Behörden gegen den Ex-Auschwitz-Wachmann Hans Lipischs aus Aalen in Baden-Württemberg und vier weitere früherer KZ-Aufseher des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Das niedersächsische Justizministerium informierte den Rechtsausschuss des Landtags über den Stand entsprechender Vorermittlungen. Diese wurden von der Zentralstelle zur Aufklärung von nationalsozialistischer Verbrechen eingeleitet. Das in Ludwigsburg ansässige Amt wirft den fünf Angeklagten Beihilfe zum Mord vor. Die Zentralstelle begründete die langjährige Untätigkeit mit der frühen Rechtsprechung gegen mutmaßliche NS-Verbrecher nach dem Kriegsende. Erst nach einen Bericht der Zeitung “Welt“, der sich damit befasst hat, dass die Behörden gegen die einstigen KZ-Bediensteten hätten vorgehen müssen, handelten die Ludwigsburger Beamten.
Nachdem 2011 der Richterspruch gegen den Herr Demjanjuk gesprochen wurde und dieser wegen Beihilfe zum Mord an mindestens 28 060 Juden im Vernichtungslager Sobibor zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde, war dann die Zeit für Herr Lipischs, der in den USA wohnte, und die vier anderen angeklagten gekommen.“Die Rechtsprechung im Fall des KZ-Aufsehers John Demjanjuk hat uns veranlasst, im Fall Lipschis neue Ermittlungen anzustellen“, sagte Behördenleiter Kurt Schrimm.
Herr Lipischs sitzt seit dem 6.Mai im Justizvollzugskrankenhaus Hohenasperg in Untersuchungshaft. Er soll von Herbst 1941 bis zum Frühjahr 1945 Morde im Konzentrationslager Auschwitz unterstützt haben. Dabei war Herr Lipischs nur Aufseher und Koch im Konzentrationslager und hatte nie wirklich etwas mit den Morden zu tun. Diese Tatsache erkannte auch ein gewisser Herr Streim, der 1983 in den USA umfangreiches Material gesichtet hatte. Nachdem er 97 Vorgänge und unzählige Protokolle gesichtet und verschiedene Zeugen befragt hatte, sah er keine andere Möglichkeit als Lipischs unbehelligt zu lassen. Doch Heute reicht selbst die Mitwissenschaft über die damaligen Verbrechen für eine Verurteilung aus. Der Behördenleiter Schrimm ging erst davon aus, dass sich möglicherweise 50 mutmaßliche KZ-Aufseher aus den Vernichtungslagern Auschwitz und Auschwitz-Birkenau noch in diesem Jahr wegen Beihilfe zum Mord vor Gericht verantworten müssen. Doch bis jetzt sieht es nicht danach aus, dass diese Ermittlungen eingeleitet werden. Aber die niedersächsische Landesregierung will die weitere Aufarbeitung und Bestrafung von damaligen NS-Gewaltverbrechen unterstützen. Dieses Vorhaben bezieht sich auch auf die laufenden Ermittlungen gegen zwei in Niedersachsen wohnende Ex-Wehrmachtssoldaten. Diese sollen im Jahr 1944 als Angehörige der Wehrmachtsdivision “Hermann Göring“ an Massakern in Italien beteiligt gewesen sein. Während einer der beiden Männer vor einem italienischen Militärgericht freigesprochen wurde, war der andere in Abwesenheit wegen Mordes an italienischen Zivilisten zu lebenslanger Haft verurteilt wurden.

Nun Reisen wir nach Wien. Dort lebt Chaim Miller, der vor 92 Jahren in Wien als Alfred Müller in eine jüdische Familie geboren wurden ist. Anders als seine Eltern wurde Miller nicht in die Vernichtungslager deportiert, da er nach Palästina auswanderte. Als dann 1942 die Gefahr drohte, dass Rommels Afrikakoprs in das britisch verwaltete Territorium übergreifen würden, ließ sich Chaim Miller für den Einsatz hinter den feindlichen Linien vorbereiten. Der spätere israelische Ministerpräsident Jitzchak Rabin brachte ihn den Gebrauch von Waffen aller Art bei. “Außerdem lernte ich alles was ein deutscher Soldat wissen muss. Wie man grüßt. Wie man exerziert. Und wie man deutsche Befehle ausführt.“ , so erzählt Miller. So dass sie sich bei der Wehrmacht einschleichen konnten um dann eine Sabotage durch zu führen. Während des Krieges konnten die sogenannten “Inglourious Basterd“, über die es auch einen sehr fragwürdigen Film gibt, keine Sabotageakte mehr verüben. Doch die jüdische Brigade verfügte über Namen und Adressen von mutmaßlich an der nationalsozialistischen Judenvernichtung beteiligten Personen. Diese wurden dann Nachts aus ihren Wohnhäusern geholt und auf britischen Militärfahrzeugen unter Planen versteckt. Wo sie dann nach einer Fahrt in abgelegenen Waldgebieten verhört, ohne wirkliche Beweise für schuldig befunden und hingerichtet wurden. Hier bereute Miller nur, dass seine paramilitärische Einheit nicht mehr Verbrechen an Ex-Wehrmachtssoldaten verübt hat. Auch die Nachfahren von Chaim Miller scheinen von seinen Taten sehr begeistert zu sein. Seine Enkeltochter ist ebenso der Meinung, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und nicht zu warten, dass andere tätig werden. Und dafür sorgt Herr Miller, da er durch Schulen und jüdische Zentren reist. Um dort seine Geschichte zu erzählen.

Und diese Tatsachen sind einmal mehr der Beweis, das nach dem 2.Weltkrieg meistens nur das deutsche Volk und angehörige der Wehrmacht verurteilt wurden. Und die Verbrechen eines Chaim Millers, als Heldentaten in einen großen Hollywood-Streifen gefeiert werden. Und andere Menschen, die wahrscheinlich nicht freiwillig andere Verbrechen verübt haben, nach über 70 Jahren immer noch dafür zu Rechenschaft gezogen werden. Klar stehen diese Verbrechen in keiner Regulation zueinander. Aber ein Mord bleibt ein Mord! Egal ob man tausende oder nur wenige umgebracht hat. Und deswegen müssten sich so manche Damen und Herren aus der Regierung genauso um eine Verurteilung für Herrn Miller und seine “Inglourious Basterds“ kümmern, wie sie es bei einen Herr Lipischs oder Demjanjuk getan haben. Aber dies werden wir wahrscheinlich nie in naher Zukunft erleben, da nun einmal der Sieger die Geschichte schreibt.

„Schwarz-Rot-Gold“

Schwarz, Rot und Gold – das sind die Farben der Fahne der Bundesrepublik Deutschland seit ihrer Gründung im Jahre 1949, doch bereits vorher, in der Weimarer Republik, waren diese drei Farben zum Zeichen der Deutschen geworden. Die Ursprünge reichen jedoch viel weiter zurück; mehr als hundert Jahre vor der Gründung der Weimarer Republik entstand diese Kombination im Zeichen des Widerstandes gegen Napoleon. Als dieser 1806 das „Heilige Römische Reich Deutscher Nation“ gezwungenermaßen auflöst, verursacht dies starkes Unbehagen in der deutschen Bevölkerung, vor allem unter Gebildeten und Intellektuellen. Allerdings war zu jener Zeit die Meinung über Napoleons Feldzüge nicht ungeteilt. Der Rheinbund etwa stand als Verbündeter Frankreichs gegen seine Feinde während dieser ersten Phase des 19. Jahrhunderts und auch in eher gebildeten Kreisen sah man Napoleon als den Bringer der Ideale und Ideen der Französischen Revolution, die, von Frankreich ausgehend, durch Napoleon im Endeffekt große Teile des europäischen Kontinents als mittelbare Folge mitüberzog. Weitsichtigere jedoch sahen in der Besetzung deutscher Gebiete und vor allem in der Auflösung des deutschen Nationalstaates – sofern man dieses „Erste Reich“ als einen solchen bezeichnen kann – eine Gefahr, denn damit war den Franzosen die Möglichkeit gegeben, ein Hoheitsrecht über das deutsche Volk einzurichten. Die erste bekannte Widerstandsorganisation entstand in Jena, in Thüringen, wo sich deutsche Studenten zu einer Burschenschaft zusammenschlossen, wobei diese Burschenschaft als solche nicht im heutigen Sinne aufgefasst werden darf. Es handelte sich dabei mehr um ein Freikorps, also um eine Gruppierung, die sich selbst zu einem bestimmten Zweck bewaffnet hatte. In diesem Fall eben um Napoleons „Grande Armée“ zu bekämpfen und wieder einen Staat herzustellen, der alle deutschsprachigen Gebiete umfassen sollte. Als Zeichen ihrer Einigkeit trugen diese Männer eine Uniform – in den Farben Schwarz, Rot und – was ist anderes zu erwarten – Gold. Schwarz war der Stoff, aus dem die Kleidungsstücke bestanden, Rot war die Schleife, die jedem um den Hals gehängt wurde und in Gold glänzten die Knöpfe. Diese Farben wurden noch von denselben aktiven Widerstandskämpfern verwendet, um zugleich zu ihrem Symbol zu werden. Damit war die Flagge Schwarz-Rot-Gold geboren. Dies sei am Rande erwähnt: Es mag vielleicht nicht jedem begegnet sein, doch manche interpretieren das „Gold“ als ein Sich-Überheben des deutschen Nationalstolzes, weil man ja schließlich auch „Gelb“ sagen könnte – das ist aber historisch inkorrekt, denn niemand würde sagen, dass die genannten Knöpfe „Gelbbraun“ glänzen, sondern natürlich würde man sich dazu durchringen müssen, diese als in Gold gefärbt zu bezeichnen. Daher ist es historisch bedingt, dass man „Schwarz-Rot-Gold“ und nicht „Schwarz-Rot-Gelb“ sagt. Diejenigen, die unter der schwarz-rot-goldenen Flagge standen, waren bis zum Endes dieses, man könnte es durchaus so bezeichnen, „Interregnums“ von 1806 bis 1871 ausschließlich Nationalisten, Nationalliberale, nationale Demokraten, und so weiter, gewesen. Dabei waren die Mitglieder der zugehörenden, sich über die Zeit häufenden Organisationen, fast ausschließlich Akademiker, beziehungsweise Studenten und tatsächlich waren die meisten Studenten bis nach 1945 nationalistischem oder zumindest stark patriotischem Gedankengut zugetan. Als 1848 die Revolution auch in Deutschland ausbricht, sind es diejenigen, die die deutsche Einheit fordern, die auch wieder die heutige bundesdeutsche Flagge ihren Protestmärschen vorantragen. Jeder kennt die Gemälde, die einerseits einen wütenden Haufen auf einer Straße zeigen, andererseits aber die deutsche Nationalversammlung von 1849, wie sie in der Frankfurter Paulskirche tagt – und den Saal, behangen mit Flaggen in den Farben Schwarz, Rot und Gold. Auch heute noch existieren Burschenschaften, allerdings haben die meisten ihren Ursprung und ihre Tradition vergessen, oder erhalten sie nur mehr oberflächlich, weil sie sich ihrer Bedeutung nicht bewusst sind; das gilt zumindest für Deutschland. In Österreich existiert die Tradition deutschnationaler Akademiker, die sich in dieser Weise organisieren, noch immer, nur in abgeänderter Weise. In der Regel wird die Schleife heute in den Farben der bundesdeutschen Flagge getragen, die Uniformen sind nicht gezwungenermaßen schwarz. Aber auch die Mensur, das ist das Säbelduell, an welchem jeder Neue teilnehmen muss, um in der Burschenschaft aufgenommen zu werden, ist bei österreichischen Studentenbünden dieser Art oft noch immer Tradition. Fälschlicherweise wird gemeint, es ginge den sich- Duellierenden darum, irgendeine Ehre zu schaffen, indem man sich gegenseitig Narben verpasst. Freilich klingt das völlig unlogisch – ist es auch, aber das ist auch nicht im geringsten das Wesen und der Sinn der Mensur. Als die ersten Burschenschafter sich organisierten, also die Widerstandskämpfer gegen Napoleon, konnten diese nicht wissen, wer nun auf ihrer Seite wäre und wer ein Sympathisant Napoleons ist und aus diesem Grunde wurde dieses Duell eingeführt. Es geht darum, dass derjenige, der um Beitritt bittet, beweist, dass er bereit ist, dafür sozusagen „den Kopf hinzuhalten“ und einen Blutzoll dafür zu leisten. Dadurch wird zumindest die Wahrscheinlichkeit verringert, dass Käufliche oder Spione in die Burschenschaft eindringen können und daraus resultiert auch die Tradition der Mensur. Es geht darum, dass bewiesen wird, dass das auch wirklich gewollt wird und nicht nur eine vorübergehende Laune darstellt. Es zwingt dazu nachzudenken und zu reflektieren und genau das wirkliche Wollen stärkt letzten Endes die schlagende Verbindung. Wenn heute Nationalisten oder Variationen derselben die Flagge der Bundesrepublik für sich verwenden, dann wird auch manchmal der Vorwurf eingeworfen, dass „die Nazis nicht wüssten, welche Bedeutung diese Farben haben“. Es ist dahingestellt, dass jeder Nationalist Nationalsozialist ist und so lange nicht mehr hervorgebracht werden kann, auch absurd. Zwischen den Nationalisten des 19. Jahrhunderts und den Nationalsozialisten bestehen eklatante Unterschiede, die nicht übersehen werden dürfen. Wenn diese Unterschiede existieren, dann ist es auch möglich, dass diese zwischen ihren modernen Pendants noch immer existieren, womit bewiesen ist, dass Nationalismus nicht mit Nationalsozialismus gleichzusetzen ist. Damit ist es auch mehr als alles andere gerechtfertigt, wenn jene Nationalisten, die einen Sinn für Demokratie und Freiheit haben, diese Farben für ihre Bewegung vereinnahmen, denn aus ihrer Bewegung gingen sie erst hervor. Wenn die Bundesrepublik heute politische Maßnahmen ergreift, die das eigene Volk bewusst in den Schatten der Interessen anderer stellen, dann kann das niemals im Sinne jener Nationalisten gelegen haben, die zur Zeit des „deutschen Interregnums“ – wie ich es bezeichnen würde – lebten, wirkten und unter anderem diese Farbkombination als Flagge schufen. Damit sollten sich Nibelungentreue der Bundesrepublik Deutschland die Frage stellen, ob denn sie selbst irgendein Recht darauf haben, diese Flagge für diesen Staat als ultimatives Zeichen zu verwenden und nicht diejenigen, die einen gesunden Patriotismus vertreten.

Geschichte ihrem Sinn nach verstehen

Immer wieder sind Forderungen nach einer Revolution im Lehren von Geschichte zu vernehmen; der Vorwurf lautet dabei meistens, man dürfe nicht übermäßig über „Negatives“ berichten, wie etwa die großen Feldherren und Kriege, die unsere Zeit prägten. Doch was ist Geschichte eigentlich und welchen sinngemäße Stellung nimmt sie für die Gegenwart und die Zukunft ein? Eines jedenfalls ist sicher, nämlich, dass die Forderung nach einer Revolution im Geschichtsunterricht so gestellt nur völlig leeres Geschwätz darstellt, weil wenn man über „gute Taten“ berichten wollte, so könnte man wohl eine Reihe von Königen, Kaisern und Präsidenten aufzählen, deren Gesetze und Prinzipien benennen, doch wahrlich wäre dies nichts weiter als eine reine dumpfe Aufnahme von an sich alleine stehenden Fakten, ohne jeden tatsächlichen sinngemäß historischen Hintergrund. Freilich ist es Geschichte – aber genau deshalb wird hier zwischen Sinn und Unsinn unterschieden und es ist Unsinn, eine sture Auswendig-Lernerei von Fakten für die Schule und die Bildung allgemein zu fordern, denn worin würde darin der hsitorische Sinn bestehen? Es gäbe in dieser Auffassung vom Geschichtsunterricht keinen historischen Sinn, sondern lediglich einen künstlich geschaffenen, nämlich den, dass es Sinn machen würde, Geschichte zu kennen, weil das für die Schüler bessere Noten im jeweiligen Fach bedeuten würde – doch einen tatsächlichen Nutzen zieht niemand, weder der Lehrer, noch der Gelehrte und noch der Staat daraus. Der Hauptfehler, der in der obigen Betrachtung zwischen historischem „Gut“ und „Böse“ liegt, ist der, dass die Historie weder „Gut“, noch „Böse“ kennt – nicht weil es in der Vergangenheit keine Moral gegeben hätte, denn die existierte sehr wohl, doch rückblickend sieht der Historiker eine Abfolge von Geschehnissen, die bis zur Gegenwart führen. Solcherlei Geschehnisse dürfen historisch-korrekt in keiner Weise nach „gut“ oder „böse“ bewertet werden, denn sie erfüllen eine Bedingung nicht: Sie sind kein moralisches Subjekt, auf welches man moralische Prinzipien anwenden könnte, sondern sie sind lediglich als Vergangenes bestehend. In diesem Sinne existiert für den guten Historiker weder ein „Gut“, noch ein „Böse“, weil ja die Geschichte nicht als moralisches Subjekt gewertet werden darf – das heißt, es ist nicht ein solches Etwas, das moralisch handeln könnte – wie sollte man dann ein Geschehnis in der Geschichte moralisch einordnen können? Das wäre in jedem Fall absurd. Eines jedoch ist möglich, nämlich die Situationen einer historischen Person zu betrachten und aus deren Umfeld auf bestimmte Handlungen ihrerseits zu schließen und daraus ein moralisches „Gut“ oder „Böse“ abzuleiten. Diese Betrachtungsweise wiederum würde sich jedoch zu weit von der eigentlichen Historie entfernen, die sich ja nicht mit der Ethik bestimmter Persönlichkeiten befasst, sondern mit dem was geschah. Beide Faktoren mögen im Zusammenhang stehen, doch während sich die Geschichte fast alleine mit der Tatsache und den bloßen Interessen einer Handlung befasst, sucht die Ethik mehr das „Warum?“ als das „Dass“. Daher läuft die Forderung nach einer Konzentration des Lehrstoffes auf das vemeintlich „Gute“ bereits alleine aufgrund dieses Grundsatzes ins Leere – es muss daher unbedingt erkannt werden, dass die Historie einen doch recht wichtigeren Sinn haben muss, als dass sie über „gute Taten“ berichtet. Der historische Sinn, wie ich es nun bezeichne, muss etwas sein, das auch sinnvolle Schlüsse nach sich ziehen kann. Geschichte ist vor allem eines: die Erklärung der Gegenwart mithilfe des Vergangenen; warum und wie kam es dazu, dass heute alles so ist, wie es ist? Wie kam es, dass gerade China, Russland, Frankreich, Großbritannien und die USA die UN-Vetomächte wurden und nicht zusätzlich beispielsweise Deutschland, Indien und Japan? Der Grund dafür ist der Sieg der ersteren Mächte im zweiten Weltkrieg und somit ist auch verständlich, woraus diese fünf Mächte ihr „Vetorecht“ in globalen Fragen beziehen. Dies sollte dann nicht ohne Folgen für die gegenwärtige Betrachtung der internationalen Politik bleiben, denn schließlich kann mit dem Wissen, woraus ein Recht zu irgendetwas entstanden war, dieses auch auf derselben Ebene angefochten werden. Wenn also davon ausgegangen wird, dass die Folge einer sinnvollen Geschichtslehre ein sinnvoller Schluss sein muss und wenn davon ausgegangen wird, dass durch diese Lehre die Gegenwart erklärbar werden muss, dann entsteht aus diesen beiden Prämissen die Konklusion, dass die Geschichtslehre einen Fokus auf dasjenige legen muss, das weitreichende und langfristige Folgen hatte. Ob man das nun, von einem rein moralischen Standpunkt aus betrachtet, als „gut“ oder als „böse“ erachtet, ist völlig gleichgültig und überflüssig, denn es wurde ja ausreichend herausgearbeitet, dass die Folgen eines historischen Geschehens die Hauptsache für die Lehre von demselben sein sollten. Ginge es schließlich darum, dass man über „gute Taten“ berichtet, so könnte man allgemein auch behaupten, es wäre wichtiger darüber zu berichten, wie ein Arzt einen an Tuberkulose erkrankten Jungen gerettet hat und es ist wohl absurd, an dieser Stelle noch darüber zu diskutieren, dass es völlig abwegig ist, vom moralischen Gesichtspunkt an die Geschichte heranzugehen. Doch erkennt man erst, dass folgenreiche Geschehnisse der Geschichte das Entscheidende in einer Lehre sein müssen, so wird auch offenbar, worauf der Schwerpunkt gelegt werden muss. Alleine über die „Folgen“ zu schreiben bedeutet, dass es eine Ursache geben muss und man muss klar anerkennen, dass auch jede Folge ein geschichtliches Ereignis ist. Ein Kriegsbeginn ist die Folge diverser Umstände, die dazu geführt haben, dass der Krieg ausbricht, womit sowohl die Konsequenz als auch die Ursache im selben Bereich liegen, nämlich in der Vergangenheit. Wiederum verhält es sich so, dass jede Folge auch Ursache für den status quo darstellt – zumindest meistens, denn wenn es bei der Folge bleibt, dann wird der daraus resultierende Zustand die neue Konsequenz und die alte Folge die neue Ursache werden. Wie erwähnt: Auch ein Kriegsbeginn hat Ursachen und wird selbst wiederum Ursache für eventuelle weitere Konflikte sein. Der eigentliche Schluss aus all den vorhergehenden Überlegungen ist der Folgende: Wenn die Geschichte im Wesentlichen eine parallel verlaufende Abfolge verschiedener Ursachen und Folgen, von welchen Zweitere wiederum zu Ursachen werden, ist, dann ist es auch entschieden das Signifikanteste, dass man die Geschichte als eine zusammenhängende Kette – oder mehr wie eine Netz betrachtet – anstatt dass man einzelne Ereignisse herausgreift und daraus dann Urteile ableitet. „Deutschland hat Schuld am zweiten Weltkrieg“ ist ein blödsinniger Satz, sofern er ausschließlich davon abgeleitet ist, dass Adolf Hitler Polen überfallen hätte und deshalb der zweite Weltkrieg seinen Anfang fand. Der Angriff auf Polen am 1. September 1939 sagt nur eines: Deutschland hat den Krieg ausgelöst; aber hat es deshalb alleinige Schuld? Dadurch, dass bewiesen wurde, dass die Geschichte als eine Art Netz zu betrachten ist, folgt, dass niemals behauptet werden kann, Deutschland hätte Schuld am zweiten Weltkrieg, weil es den Krieg gegen Polen begonnen hat. Die Geschichte hängt mit dem jeweils Vergangenem zusammen und so auch dieser Kriegsbeginn des Jahres 1939 und daher muss betrachtet werden, was vor diesem Datum – nein, was lange, möglicherwiese Jahrunderte vor diesem 1. September dieses Jahres 1939 geschah. Spannt man einen Stoff auf und drückt man diesen an irgendeiner Stelle nach unten, so wird der ganze Rest mitgezogen – wenn auch mit zunehmender Entfernung abgeschwächt. Exakt so und nicht anders ist es auch mit der Geschichte; was in ihrem Verlauf geschah, hat Auswirkungen auf die Jetztzeit, die nicht zu vernachlässigen sind. Die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ ist nicht etwa nur der erste Weltkrieg, wie dies so oft gemeint wird, denn der Konflikt, aus welchem dieser entstand, reicht über ein halbes Jahrtausend. Der deutsch-französische Konflikt, der seit jeher am Rheinstrom tobte fand seinen ersten Höhepunkt während des 30-jährigen Krieges und wurde mit dem „westphälischen Frieden“, der unter anderem den Abtritt Elsaß-Lothringens an Frankreich vorsah, förmlich besiegelt. Dieser Konflikt streckt sich über die preußisch-französische Konkurrenz im 18. Jahrhundert, gipfelt erneut in Napoleons Feldzügen, erreicht eine neuerliche Höhepunktsphase durch den deutschfranzösischen Krieg 1870/71 und mündet dann im Endeffekt in den ersten Weltkrieg, nach welchem Frankreich in Versailles, bei dem berühmten „Friedensschluss“ auf Rache schwört. Nicht umsonst heißt es daher auch unter renommierten Historikern, dass der „erste Nationalsozialist in Versailles geboren worden wäre“, denn dieser Diktatsfrieden wirft als Ursache bereits seine Schatten in die Zeit der 30er- und 40er-Jahre voraus. Die Zwischenkriegszeit brachte neuerliche Rückschläge, die die Lage Deutschlands als aussichtslos erschienen ließen – hat Deutschland angesichts solcher Fakten tatsächlich noch immer unumstritten die Alleinschuld am Krieg? Das Problem derer, die solches behaupten, ist, dass sie niemals gelernt haben und niemals fähig waren, Geschichte tatsächlich zu begreifen. Es sind meist Idioten, die sich die geschichtlichen Fakten stumpf und gehirnlos – höchstens mit der erforderlichen Leistung des Gedächtnisses – in den Schädel hauen, dabei aber niemals zu erkennen vermögen, dass sie die Geschichte völlig zu Unrecht und völlig entgegen jeder Logik als eine Ansammlung von isolierten Ereignissen betrachten.