Sterbende Biene, sterbende Menschheit?

Seit Jahren stirbt die Biene langsam aus. Und wenn dieses Tier einmal verschwunden ist, dauert es nicht mehr lange und der Mensch geht ebenso zugrunde. Aber warum wird dieses Thema immer weniger angesprochen und was können wir gegen das Bienensterben tun?

 

Die Experten, wie könnte es anders sein, sind sich uneinig. In Frage kommt zum einen die Veränderung des Klimas: Die kühle und feuchte Witterung habe die Bienen geschwächt. Andere Experten verweisen auf die vom Menschen verursachte Veränderung der Landschaft: Hecken wurden beseitigt; Wiesen werden überdüngt und außerdem zu früh gemäht, der häufig angebaute Raps blüht nur kurz – dies alles führt dazu, dass das Nahrungsangebot für die Bienen, vor allem der Blütenpollen für den Nachwuchs, zurückgehe. Doch eine braunrote Milbe aus Asien scheint neben diesen Angaben der Hauptgrund für das Bienensterben zu sein. Das 1,6 Millimeter große Insekt mit dem Namen “Varroa destructor“ kam im Jahre 1977, aus Forschungszwecken, mit der asiatischen Honigbiene nach Europa. Da den Forschern damals nicht bekannt war wie gefährlich diese Milbe ist, konnte sie sich ungestört in ganz Europa ausbreiten und ganze Bienenvölker auslöschen. Die eigentliche Entwicklung und Vermehrung der Varroamilbe findet nicht auf der erwachsenen Biene, sondern in der Bienenbrut statt. Wenn dann die Biene schlüpft, sind ihre Flügel verkrüppelt, so kann sie nicht ausfliegen um Pflanzen zu bestäuben und Honig zu produzieren. Und so stirbt das befallene Bienenvolk aus und die eine oder andere unbestäubte Pflanze ebenso.

 

Diese Tatsache wird auch für den Mensch sehr gefährlich. Albert Einstein sagte einmal: “Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.“ Da durch den Wegfall der Biene die Pflanzen sterben, hat der Mensch keine Überlebensmöglichkeit. Unsere Art hat dann keine pflanzlichen Lebensmittel mehr und unsere Zuchttiere werden auch aussterben. Da Schweine, Kühe, Rehe und Co. Pflanzen zum Überleben brauchen. Wenn es keine Blätter an den Bäumen gibt, kann auch keine Photosynthese stattfinden, die Folge: Der Sauerstoff wird ebenfalls mit der Zeit nicht mehr vorhanden sein.

 

Nun versuchen die Imker und Forscher das Problem zu bekämpfen. Und so werden zum Schutz der Biene verschiedene Mittel und Ameisensäure auf die Völker gesprüht, was diese Mittel aber für Nebenwirkungen haben, ist bis jetzt noch nicht wirklich erforscht. Deshalb könnten wir schon lange Honig und Pflanzen essen, die mit gefährlichen Krankheitserregern befallen sind. Außerdem werden Bienenvölker aus fremden Ländern eingeführt um das Bienensterben zu stoppen. Das klingt beim ersten betrachten sehr gut, diese fremdartigen Lebewesen tragen aber den sogenannten Kaschmir-Virus in sich. Dieser Virus ist für die Bienen ebenfalls tödlich und macht die Lage nur schlimmer. Jeder müsste sich fragen was man als Privatperson gegen das Bienensterben tun kann. Wer ausreichten Land zu Verfügung hat, könnte sich viele Pflanzen zulegen und sich mehrere Bienenvölker halten. Doch diese Tat braucht sehr viel Geschick und Zeit und viele Menschen haben keine Anbaufläche, deshalb sollten sie in erster Linie auf das Bienensterben aufmerksam machen.

 

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